Wie beginnt ein Krimi? Nun - häufig beginnt ein Krimi mit einem Mord. Oftmals folgen dann noch weitere und im Idealfall die Aufklärung der kriminalistischen Kernhandlung.
Wie beginnt ein Blog? Meist nicht mit einem Mord, soviel ist klar. Klar ist auch, dass es zu Beginn einen ersten Eintrag geben muss. Dieser Eintrag beschäftigt sich entweder mit den Inhalten, die auf dem Blog erscheinen werden, mit der bloggenden Person selbst oder mit deren großen Vorhaben, die in Zukunft umgesetzt werden wollen. Häufig - ich habe es selbst schon leidig erfahren - wird aus diesen Vorhaben letztlich nichts. Diese Gefahr besteht immer: Interessen, persönliche Verhältnisse oder Prioritäten wandeln sich, gerade bei jugendlichen Bloggern.
Dieses Exemplar bildet da keine Ausnahme. Die Gefahr, dass der Bloggende das Interesse verliert, wird jedoch minimiert durch sein Thema: Die Kriminalliteratur bietet naturgemäß Spannung - so auch die Beschäftigung mit ihr. Ob literaturwissenschaftlich oder laienhaft als "stupider" Trivialleser, das Eintauchen in die Welt des Verbrechens fasziniert schon seit über zwei Jahrhunderten die Menschen. Doch in einem ersten Post direkt eine Gattungsgeschichte anzureißen wäre fatal - besitzt eine literaturhistorische Abhandlung doch Potential für viel mehr, als nur eine Randnotiz in einem stumpfen Eingangstext.
Doch die eigentliche Frage was Sie (Euch?) hier erwartet, steht nun noch im Raum: Als lesender - vor allem aber Hörbuch-konsumierender Mensch werde ich hier ab sofort kleinere Kritiken oder Gedanken zu den Titeln publizieren, die sich gerade auf meiner Agenda befinden. Aktuell sind dies vor allem die Bretagne-Krimis von Jean-Luc Bannalec, die Lincoln-Rhyme-Reihe von Jeffery Deaver, sowie die Hunter-Garcia-Romane von Chris Carter. Auffällig ist, dass dies eher aktuelle und selten literarisch "anspruchsvolle" Krimis sind. Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass ich diese abseits meines Studiums zum Vergnügen höre, bzw. lese. Des weiteren befindet sich in der Liste der beliebten Romane viel Conan-Doyle, Christie und Poe - die Klassiker also.
Als Germanistikstudent und freier Journalist liegt mir zudem eine sowohl kritische, als auch wissenschaftliche Arbeitsweise nahe, weshalb die Texte, die es hier zu lesen gibt, gelegentlich eine Essay-Struktur aufweisen werden.
So, das ist jetzt auch wirklich genug Auftaktgerede - ich hoffe Ihr (Entscheidung ist gefallen, ich duze Euch) seid gespannt auf das was kommt. Ich bin es auf alle (Kriminal-)Fälle!
Ganz liebe Grüße
Melchior
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